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30.11.2007 So langsam wird der Berg an
Erledigungen, die noch vor der Abreise getätigt werden müssen, etwas kleiner. Man glaubt es kaum, was alles geregelt werden muß, wenn man längere Zeit ins Ausland gehen möchte. Versicherungen
müßen gekündigt oder geändert werden, eine Auslandsreiseversicherung mit vernünftigen Prämien muß gefunden werden, Kreditkarten und Euroscheckkarten müßten auf Gültigkeitsdauer überprüft werden.
Anfang des Jahres hatten wir schon begonnen Abonnements und Vereinsmitgliedsschaften zu kündigen. Da unser Haus während unserer Abwesenheit nicht bewohnt wird, mußte Strom- und
Wasserversorger hierüber informiert werden und kulanterweise werden die Abschlagszahlungen ausgesetzt. Müll und GEZ abmelden sind weitere Dinge, die erledigt werden müssen. Impfungen, die noch
getätigt oder auch nur aufgefrischt werden müssen; eine letzte Zahnkontrolle und die Beschaffung der Malariaprophylaxe für unseren Kurztrip nach Sumatra kommen noch hinzu. Bis uns die Visen für
Australien und die USA erteilt wurden, mußten aufwändige Anträge ausgefüllt werden. Für den Erhalt des US-Visums war sogar ein persönliches Vorsprechen auf dem US-Konsulat in München notwendig.
Glücklicherweise hat alles geklappt und wir sind happy, daß unserem Trip durch die USA und Kanada in 2009 nichts mehr im Wege steht. Dann ist da ja auch noch unser Augapfel: unser Landy, der
uns während der ganzen Jahre treu begleiten soll. Die Versicherung muß für ihn noch umgestellt werden und eine Internationale Zulassung beschafft werden. Außerdem muß er in den nächsten
Tagen gründlichst gereinigt werden, damit uns die NZ-Behörden bei der Einfuhr keine Probleme machen. Leider sind die Wetteraussichten nicht gerade rosig .... Dann steht auch noch das
Packen an; glücklicherweise haben wir aus vergangenen Reisen zuverlässige Packlisten, so daß wir uns keine Gedanken machen müssen, etwas zu vergessen. Allerdings müssen wir jetzt schon wissen,
welche Dinge wir im Fluggepäck mitnehmen wollen und welche in den Landy gepackt werden sollen. Zu guter letzt muß auch noch unser Haus während unserer Abwesenheit “betreut” werden.
Diverse “Aufgaben” wurden an Freunde, Nachbarn und Familienangehörige, die schon zahlreich ihre Hilfe angeboten haben, verteilt. Vielen Dank dafür - wir werden es Euch nie vergessen und
Eure Unterstützung ist für uns sehr wertvoll. |
07.12.2007 Der Landy ist nun in Bremerhaven am
Packschuppen abgegeben und soll morgen in einen 20ft Container verladen werden. Am 11.12. soll er mit dem nagelneuen Containerschiff Cap Byron der Reederei Hamburg Süd (www.hamburg-sued.com
) auf den Weltmeeren in Richtung Tauranga (NZ) unterwegs sein. Vielen Dank an Frau Peiniger des Geschäftsbereichs CLS (Columbus Logistics Services GmbH) der Hamburg-Süd für die hervorragende
Unterstützung und Organisation der Verschiffung!
Neuseeland und Australien sind sehr darauf bedacht, keine weiteren Schädlinge tierischer und pflanzlicher Art in das Land
einzuschleppen und dadurch ihre sehr empfindliche Natur noch weiter zu gefährden. Somit muß alles, was dort eingeführt wird, sehr
gründlich gereinigt werden. Also machten wir uns an die Arbeit, jeden Zeltnagel, jeden Campingtischfuß und jedes Teil, das irgendwie
in der Vergangenheit Bodenkontakt hatte, zu reinigen. Auch der Landy kam dran. Wir hatten in den letzten 3 Wochen doch immerhin
1,5 regenfreie Tage für eine Unterbodenreinigung und eine neue Unterbodenbeschichtung. Allerdings mit einem grippalen Infekt und bei
Bodentemeraturen von ca. -2°C sich unter den Landy zu legen und ihn mit Bürste, Schwamm und Wasser zu reinigen war nicht sehr
angenehm. Zu Beginn der Reinigungsarbeiten gefrohr das Putzwasser auf die Straße. Nach ca. 4 Stunden Arbeit, total fertig, triefend
nass und nicht wesentlich gesünder, freute ich mich dann schon auf den nächsten Tag. Der bestand nach dem Abtauen und
Trocknen des Wassers am Unterboden unseres Gefährts aus 5 Stunden Unterbodenbeschichtung streichen und spritzen. Die ganze
Arbeit im Liegen, bis es dunkel wurde. Pararallel dazu reinigte Alexandra (ebenfalls mit Erkältung) das Fahrzeuginnere und suchte den
Innenraum nach Pflanzensamen und toten Insekten ab. Es war hart, aber es war gut so, denn seit dieser Aktion gab es keinen Tag
mehr, an dem es nicht regnete. Bei Regen fuhren wir auch die 750km nach Bremerhaven zum Atlantic Hotel. Das Hotel war für unser
Vorhaben genau das Richtige. Schräg gegenüber war ein Clean Park, es waren ca. 1km bis zum Packschuppen im Hafen und es ist
architektonisch ‘auf Stelzen’ gebaut, so daß wir unter dem Hotel überdacht einen trockenen Stellplatz hatten. Und - es war auch noch
recht günstig und absolut zu empfehlen. Also putzten wir das Auto sofort nach Ankunft nochmals unten und außen. Wir konnten
immerhin einen trockenen Moment erwischen, um vom Clean Park zum Hotel und dort auf den überdachten Stellplatz zu fahren. Und das Glück war uns weiterhin hold - wir
schafften es am folgenden Tag doch tatsächlich, trockenen “Autos” zum Packschuppen im Hafen zu gelangen. Dort lösten wir die elektrische Verbindung der fest auf das
Dachzelt montierten Solaranlage, montierten das Dachzelt ab und verpackten es. Wie es dort weiterging, konnten wir nicht verfolgen, da es untersagt ist, beim Packen des
Containers dabeizusein. Somit hofften wir auf das Beste und fuhren wieder, bei Sturm und starkem Regen, zurück nach Metzingen.
Das Wetter in Deutschland macht die Vorfreude auf einen baldigen Sommer in Neuseeland und ein trockenes und heißes Australien nicht geringer... |
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