- Guss-Grillplatten auf dem Spirituskocher, da macht Grillen Spaß!! Benötigt kaum Platz und bei ‘total fireban’ (war
überall in NZ) die beste Möglichkeit trotzdem zu Grillen.- Spirituskocher von Origo: Unserer Meinung ideal. Der Kocher ist verschüttsicher, keinerlei Ruß oder Brennstoffgeruch im Fahrzeug und im Vergleich
zu unserem vorherigen Spirituskochermodell keinerlei Stichflammen!!! Unser Idealer KFZ-Indoor-Kocher! Aber immer auf genug Lüftung achten! Nachahmung auf eigene Gefahr!
Erfahrungen in loser Reihenfolge:
Nicht bewährt:
Leicht flexible Solarzelle (Aufbau: Auf Edelstahlplatte aufgebrachte Solarzellen) auf Dachzelt:War richtig teuer und ist nach 2 Jahren ausgefallen. Ausgerechnet, wenn man sie
braucht. Hat sich auf dem Dachzelt nicht bewährt, hat sich vermutlich zu oft ‘bewegt’. Dadurch Leiterbruch.
Bewährt:
Was sich bewährt hat, können wir leider erst am Ende der Reise sagen.
Aber hier schon mal einige Informationen, die wir loswerden möchten:
-Den Brennstoff Spiritus haben wir Gas vorgezogen, da wir hier weder Angst vor Gas und auf Rüttelpisten lose werdenden
Gasanschlüssen und -leitungen haben brauchen, noch Füllanschlussprobleme haben werden. Nicht umsonst haben auch Segelboote Spirituskocher an Bord. Wir haben auch einen Benzinkocher fürs Zelten dabei. Er ist
ideal für draußen. Irgendwie haben wir aber kein gutes Gefühl, Benzin im Fahrzeug zu haben und darin zu verbrennen (Geruch, Benzol, Russ usw). Daher haben wir auch auf einen Bezinkocher im Innenbereich
verzichtet. Spirituskocher haben zwar nicht ganz die Energieleistung wie Gas- und Benzinkocher, aber wir haben ja Zeit und sind nicht auf der Flucht. Man muß allerdings darauf achten, daß man außerhalb des
Fahrzeugs einen Windschutz benutzt, sonst kommt keine Wärme an der Pfanne an. Der Brennstoff kommt ja nicht unter Druck aus einer Düse und hat dadurch eine ‘Brennrichtung’ wie auch ein Schweißbrenner,
sondern brennt wie eine Kerze. Daher: Immer einen Windschutz mitnehmen!!!
Spiritus (Methylated Spirit) haben wir bekommen:
In Neuseeland in jedem größeren Super- und Baumarkt (wie in Deutschland)
In
Australien ebenso im Super- und Baumarkt erhältlich, manchmal muß man an der Kasse nachfragen, da die “Ureinwohner” das Zeug sonst trinken würden.
In USA im “Home Depot” (Baumarkt) unter “denatured alcohol” in Blechkanistern erhältlich.
Sonstige Anmerkungen:
Energie, Kühlschrank und Laptop
ist ein leidiges Thema, wenn man längere Zeit frei stehen möchte. Unsere Laptops benötigen je ca. 120 W! Somit arbeiten wir immer nur mit einem. Dazu läuft noch der Kühlschrank. Wir sind ja im Moment nach Ausfall der fest installierten Zellen auf dem Dachzelt nur noch mit einer 55W-Solarzelle unterwegs. Somit benötigen wir selbst bei strahlendem Sonnenschein und Laptopbenutzung viel mehr Strom, als die Solaranlage selbst bei Nachführung liefern kann. Unsere Wohnraumbatterie mit ca. 55Ah ist ebenfalls zu klein, um länger als ca. 4 Stunden ohne Solaranlage und Sonnenschein am Rechner zu Arbeiten und noch etwas ‘Saft’ für den Kühlschrank übrigzulassen. Und bei schlechtem Wetter reicht auch keine 120W-Solaranlage um nachzuladen. Und gerade bei schlechtem Wetter hätte man ja dann Zeit, um am Rechner zu arbeiten...
Es bleibt also schwierig.
Fakt ist: Um bei schlechtem Wetter für ca. 3 Tage je 5 Stunden am Rechner arbeiten zu können würden wir Batterien mit insgesamt ca. 200 Ah oder/ und eine riesige Fläche mit
Solarzellen benötigen! In und an unserem Fahrzeug haben wir hierfür leider nicht genügend Platz, ganz zu schweigen von den Kosten!
Unser nächster Versuch wird es sein, beide Batterien zu verwenden (Starter
+ Wohnraum). Bis jetzt trennt unser Trennrelais die Starterbatterie sofort nach Abschalten des Motors von der Wohnraumbatterie.Somit hat die Starterbatterie nach dem Trennen ca 14,4 - 13V. Das ist ungenutzte
gespeicherte Energie.
Um beide Batterien voll zu nutzen ist folgende Vorgehensweise optimal:
Beide Batterien mit Unterspannungsschutz (=Batteriewächter) oder Batteriecomputer absichern. Ideal ist es
dabei, z.B. die Starterbatterie bei Erreichen von 12.0V, z.B. mit dem 1. Batteriewächter+ Trennrelais, von der 2. Batterie und den Verbrauchern, und bei 11.2 - 11.5V die Verbraucher mit dem 2.
Batteriewächter vollends von der Wohnraumbatterie trennen zu lassen. Dann ist der gespeicherte Strom eigentlich optimal ausgenützt. Die Starterbatterie hat noch genug Power zum Starten des Fahrzeugs und die
Wohnraumbatterie ist vor Tiefentladung geschützt.
Wir haben bei uns im Landy einen Überbrückungsschalter eingebaut, um mit der Wohnraumbatterie zur Not der Starterbatterie Starthilfe geben zu können.
Also werde ich durch betätigen dieses Schalters das eingebaute Trennrelais überbrücken. Unser Laptop ‘Inverter’ schaltet bei Unterschreiten der Versorgungspannung von 12.0V dank des integrierten
Batteriewächters ab. Das ist dann der Zeitpunkt, die beiden Batterien wieder durch Betätigen des Überbrückungsschalters zu trennen. Unsere Engel-Kühlbox hat auch einen Unterspannungsschutz und wird dann auf
der Wohnraumbatterie weiterlaufen, bis dieser die Kühlbox von der Wohnraumbatterie trennt. Somit müßte unsere Wohnraumbatterie eigentlich nicht tiefentladen werden. Und die Starterbatterie hat noch 12V zum
Starten. Und jetzt ist es natürlich günstig, einen Kühlschrank mit Kältespeicher und Deep-Cycle-Batterien zu haben...
Die ganze Sache wird von mir natürlich gebannt an unserem Spannungsmessgerät im
Solarladegerät beobachtet, welches an der Wohnraumbatterie angeschlossen ist. Schauen wir mal, ob das so funktioniert und wie lange dann der Saft reicht...
Zur Not müssen wir dann auf schönes Wetter
warten, um mit der Solaranlage die Starterbatterie wieder soweit laden zu können, damit wir starten können - und in kritischen Gegenden verwenden wir den Überbrückungsschalter eben nicht.
Und dann
müssen wir bei schlechtem Wetter regelmäßig mit dem Auto fahren. Bei dieser Gelegenheit können wir ja dann Fotoplätze auskundschaften, die wir dann bei schönerem Wetter aufsuchen können. Und bei schönem
Wetter würde ja uns unsere Solaranlage etwas helfen.
Somit müssen wir unseren Tagesablauf eben den Gegebenheiten anpassen. Morgens bei bestem Licht (falls vorhanden) zuerst etwas Erkundungsfahrten machen,
dann über den Mittag arbeiten, und Abends wieder Erkundungsfahrten machen. Das ist zufällig auch der Tagesablauf, den wir sowieso einhalten, um das beste Licht für unsere Fotos zu haben. Nur ist es, wie
gesagt, mit längeren Standzeiten über mehrere Tage bei schlechtem Wetter so nichts.
Eine Möglichkeit wäre es noch, sich einen Benzin-Generator zuzulegen, wegen der Lautstärkebeschränkungen in manchen
Nationalparks in AUS und USA und auch aus eigenem Interesse an einem leisen Generator einen schallgedämmten Honda-Generator. Allerdings ist dann noch zu überlegen, wohin mit ihm und dem Sprit, den er
ja ohne Zweifel benötigt. Für ca. 5-6 h würde eine Tankfüllung von 2,5l reichen und man könnte parallel an den Laptops arbeiten und die Autobatterien aufladen, die dann vieleicht für noch einen Tag ohne
Generator reichen würden. Aber so ein Generator kostet viel Geld! Dafür kann man viele Kilometer Erkunddungsfahrten machen (bei 1,5AUS-Dollar/l und 11l Verbrauch/100km (=16,5 AUD/100Km)wären das bei einem
Preis von 1000 AUD für den Generator 6.000km! Und in USA ist der Sprit noch billiger, da kommt man mit den 1.000 AUD Generatorkosten noch weiter! Wir denken, daß wir so 10.000 km für den Preis des Generators
fahren können, um die Batterien aufzuladen und dabei die Umgebung erkunden. Und der Generator benötigt ja auch noch Sprit. Also nur eine Lösung, wenn wir keine Zeit für Erkundungsfahrten hätten.
Das oben
beschriebene ‘Problem’ haben wir aber inzwischen nur noch auf Plätzen, bei denen es keinen Strom gibt (Wildcampen oder staatliche Campingplätze). Für ‘richtige’ Campingplätze haben wir uns mit einem Kabel
eingedeckt, mit dem man an den Camp-Steckdosen einstecken kann. Im Landy haben wir eine Mehrfachsteckdose, in die wir den Kühlschrank und das Laptop einstecken können. Meistens war auf den Campingplätzen in
NZ preislich nur ein geringer bis kein Unterschied zwischen powered sites und unpowered sites. Ansonsten können wir dort auch in Küchen oder TV- oder Computerräumen am Rechner arbeiten.
In den USA
wird das mit deren 110V etwas schwieriger. Da würde unser Kühlschrank nicht mehr funktionieren, die Laptops schon. Und ob der 3-polige blaue Campingstecker, der hier in Neuseeland übrigens gleich aussieht
wie der in Europa, in Australien und den USA auch passt, wird sich noch zeigen.