Fahrzeug:

Landrover Defender 110 TD5 Station, Bj. 2000

 

Ausstattung Fahrzeug:

Durchlauftank 45l = 120l insgesamt
Luftstandheizung Diesel von Eberspächer
Dachträger 2-teilig
3-fach Batteriesystem 1x Starterbatterie (50Ah), 2x Deep Cycle Batterien (geamt 100Ah)
Solar 1x 40W fest auf Dachzelt montiert, 1x 55W mobil, 120W Laderegler
Höhergelegte Luftansaugung mit Vorfilter
Unterfahrschutz
Getriebeschutzplatte mit Rahmenschutz
Verstärkter Reserveradhalter
HD Federn OME und Dämpfer Koni Heavy Track Raid
Doppelgelenkkardan vorne vom Landrover Discovery
Leiter fürs Dachzelt hinten
Befestigungsschienen seitlich für Pelicase und Sandbleche
Pelicases auf Dachträger 1x schwarz, 1x silber (=60° und 30°  Pistenwaschmaschine)
Lampenschutz vorne
Schwarzer Edelstahlgrill als Kühlerschutz, mit Edelstahlgaze bespannbar

Bergen und Werkzeug:

Winde Warn 4.1t
Handwinde 0.8t
Umlenkrolle ARB
Schäkel
Bergegurte
Klappspaten
2x Sandbleche
Hilift
Handpumpe für die Fitness
Reifendruckprüfer
2x Ersatzrad, 1x auf Motorhaube, 1x an Hecktür
Werkzeug, Ersatzteile und anderer Kleinkram

Seit Neuseeland: 12V-Akkuschrauber (ca. 70 NZ-Dollar!)

Seit Australien: Luftkompressor 12V zum Reifenfüllen (war so geplant, da in AUS billiger!!)

Innenausstattung Fahrzeug:

Engel Kühlbox mit Kältespeicher
45l Wassertank +2x 12l Kanister=69l Wasser
kleine Spüle
35l Abwassertank
Druckwasserpumpe
Dusche mit 2. Wasserpumpe
Origokocher 2-flammig für Spiritus
Stauboxen für Lebensmittel und Getränke anstelle der Rücksitze
Schrank längs für Hausrat
Dachhängeschrank quer für Kleider
Chemietoilette Thetford
2 Liegeplätze umbaubar zu 2 Sitzplätzen und Tisch
Vorhänge
Gepäcknetze
Viele 12V Steckdosen

 

Campingausstattung:

Dachzelt Columbus 1,40m breit, mit Eingang nach hinten
Anbauzelt VauDe für längeren Aufenthalt bei Regen
Trekkingzelt
Vordach Howling Moon
Faltstühle und Rolltisch (Im Dachzelt untergebracht)
Wisperlite Benzinkocher als Notkocher und fürs Trekking
Isomatten unter Matratze vom Dachzelt und zum Trekking
Kathadyn Handwasserfilter
Micropur Tabletten
Coleman Backofen
Ortlieb Wasserbeutel schwarz für heißes Wasser
Stirnlampen

Seit Neuseeland: Campingkabel für Zelte mit eingebautem FI-Schutzschalter. Dazu eine 4-Fach-Steckdose und ein Verbindungskabel für den Kühlschrank.

 

Fotoausstattung:

Kameras (Digitale Vollformat SLRs von Canon)
Objektive vom Fisheye bis 500mm Brennweite +1,4x / 2x  Konverter
Blitze
Stative
Sensorreinigungsequipment (Blasebalg, Lenspen, Eclipse Nassreinigung)
Laptops
externe Festplatte
ext. Festplattenspeicher für CF- und SD-Karten
DVDs
Tarnzelt
 UW-Gehäuse für D-SLR-Kamera,  8” Domeport und Planports,  UW-Blitz

Navigation:

Garmin GPS 12 Hand-GPS und Schnittstellenkabel für Laptop+12V-Anschluss
Bluetooth-GPS mit Aussenantenne fest im Landy, dazu Palm + Pathaway und Touratech QV4 auf dem Laptop
Seit Melbourne/Australien: Garmin NÜVI 260 + City-Navigator Australia NT 2008

 

Sonstiges:

ABC-Schorchelequipment + 4mm Tropentauchanzug + Gürtel + Blei
Angelausrüstung
Großer Trekkingrucksack für Mehrtagestouren
Töpfe, Pfannen, Besteck, Kleider, usw. usw., eine endlose Liste!

 

 

 

 

Erfahrungen mit der Ausrüstung:

Aber bei Nachahmung alles natürlich auf eigene Gefahr und unter Haftungsausschluß!!!

Best Buy:
- Guss-Grillplatten auf dem Spirituskocher, da macht Grillen Spaß!! Benötigt kaum Platz und bei ‘total fireban’ (war überall in NZ) die beste Möglichkeit trotzdem zu Grillen.

- Spirituskocher von Origo: Unserer Meinung ideal. Der Kocher ist verschüttsicher, keinerlei Ruß oder Brennstoffgeruch im Fahrzeug und im Vergleich zu unserem vorherigen Spirituskochermodell keinerlei Stichflammen!!! Unser Idealer KFZ-Indoor-Kocher! Aber immer auf genug Lüftung achten! Nachahmung auf eigene Gefahr!

Erfahrungen in loser Reihenfolge:

Nicht bewährt:
Leicht flexible Solarzelle (Aufbau: Auf Edelstahlplatte aufgebrachte Solarzellen) auf Dachzelt:War richtig teuer und ist nach 2 Jahren ausgefallen. Ausgerechnet, wenn man sie braucht. Hat sich auf dem Dachzelt nicht bewährt, hat sich vermutlich zu oft ‘bewegt’. Dadurch Leiterbruch.

Bewährt:
Was sich bewährt hat, können wir leider erst am Ende der Reise sagen.
Aber hier schon mal einige Informationen, die wir loswerden möchten:

 -Den Brennstoff Spiritus haben wir Gas vorgezogen, da wir hier weder Angst vor Gas und auf Rüttelpisten lose werdenden Gasanschlüssen und -leitungen haben brauchen, noch Füllanschlussprobleme haben werden. Nicht umsonst haben auch Segelboote Spirituskocher an Bord. Wir haben auch einen Benzinkocher fürs Zelten dabei. Er ist ideal für draußen. Irgendwie haben wir aber kein gutes Gefühl, Benzin im Fahrzeug zu haben und darin zu verbrennen (Geruch, Benzol, Russ usw). Daher haben wir auch auf einen Bezinkocher im Innenbereich verzichtet. Spirituskocher haben zwar nicht ganz die Energieleistung wie Gas- und Benzinkocher, aber wir haben ja Zeit und sind nicht auf der Flucht. Man muß allerdings darauf achten, daß man außerhalb des Fahrzeugs einen Windschutz benutzt, sonst kommt keine Wärme an der Pfanne an. Der Brennstoff kommt ja nicht unter Druck aus einer Düse und hat dadurch eine ‘Brennrichtung’ wie auch ein Schweißbrenner, sondern brennt wie eine Kerze. Daher: Immer einen Windschutz mitnehmen!!!
Spiritus (Methylated Spirit) haben wir bekommen:
In Neuseeland in jedem größeren Super- und Baumarkt (wie in Deutschland)
In Australien ebenso im Super- und Baumarkt erhältlich, manchmal muß man an der Kasse nachfragen, da die “Ureinwohner” das Zeug sonst trinken würden.
In USA im “Home Depot” (Baumarkt) unter “denatured alcohol” in Blechkanistern erhältlich.
 

Sonstige Anmerkungen:

Energie, Kühlschrank und Laptop ist ein leidiges Thema, wenn man längere Zeit frei stehen möchte. Unsere Laptops benötigen je ca. 120 W! Somit arbeiten wir immer nur mit einem. Dazu läuft noch der Kühlschrank.  Wir sind ja im Moment nach Ausfall der fest installierten Zellen auf dem Dachzelt nur noch mit einer 55W-Solarzelle unterwegs. Somit benötigen wir selbst bei strahlendem Sonnenschein und Laptopbenutzung viel mehr Strom, als die Solaranlage selbst bei Nachführung liefern kann. Unsere Wohnraumbatterie mit ca. 55Ah ist ebenfalls zu klein, um länger als ca. 4 Stunden ohne Solaranlage und Sonnenschein am Rechner zu Arbeiten und noch etwas ‘Saft’ für den Kühlschrank übrigzulassen. Und bei schlechtem Wetter reicht auch keine 120W-Solaranlage um nachzuladen. Und gerade bei schlechtem Wetter hätte man ja dann Zeit, um am Rechner zu arbeiten...
Es bleibt also schwierig.

Fakt ist: Um bei schlechtem Wetter für ca. 3 Tage je 5 Stunden am Rechner arbeiten zu können würden wir Batterien mit insgesamt ca. 200 Ah oder/ und eine riesige Fläche mit Solarzellen benötigen! In und an unserem Fahrzeug haben wir hierfür leider nicht genügend Platz, ganz zu schweigen von den Kosten!

Unser nächster Versuch wird es sein, beide Batterien zu verwenden (Starter + Wohnraum). Bis jetzt trennt unser Trennrelais die Starterbatterie sofort nach Abschalten des Motors von der Wohnraumbatterie.Somit hat die Starterbatterie nach dem Trennen ca 14,4 - 13V. Das ist ungenutzte gespeicherte Energie.

Um beide Batterien voll zu nutzen ist folgende Vorgehensweise optimal:

Beide Batterien mit Unterspannungsschutz (=Batteriewächter) oder Batteriecomputer absichern. Ideal ist es dabei, z.B. die Starterbatterie bei Erreichen von 12.0V, z.B. mit dem 1. Batteriewächter+ Trennrelais, von der 2. Batterie und den Verbrauchern, und  bei 11.2 - 11.5V die Verbraucher mit dem 2. Batteriewächter vollends von der Wohnraumbatterie trennen zu lassen. Dann ist der gespeicherte Strom eigentlich optimal ausgenützt. Die Starterbatterie hat noch genug Power zum Starten des Fahrzeugs und die Wohnraumbatterie ist vor Tiefentladung geschützt.

 Wir haben bei uns im Landy einen Überbrückungsschalter eingebaut, um mit der Wohnraumbatterie zur Not der Starterbatterie Starthilfe geben zu können. Also werde ich durch betätigen dieses Schalters das eingebaute Trennrelais überbrücken. Unser Laptop ‘Inverter’ schaltet bei Unterschreiten der Versorgungspannung von 12.0V dank des integrierten Batteriewächters ab. Das ist dann der Zeitpunkt, die beiden Batterien wieder durch Betätigen des Überbrückungsschalters zu trennen. Unsere Engel-Kühlbox hat auch einen Unterspannungsschutz und wird dann auf der Wohnraumbatterie weiterlaufen, bis dieser die Kühlbox von der Wohnraumbatterie trennt. Somit müßte unsere Wohnraumbatterie eigentlich nicht tiefentladen werden. Und die Starterbatterie hat noch 12V zum Starten. Und jetzt ist es natürlich günstig, einen Kühlschrank mit Kältespeicher und Deep-Cycle-Batterien zu haben...

Die ganze Sache wird von mir natürlich gebannt an unserem Spannungsmessgerät im Solarladegerät beobachtet, welches an der Wohnraumbatterie angeschlossen ist. Schauen wir mal, ob das so funktioniert und wie lange dann der Saft reicht...

Zur Not müssen wir dann auf schönes Wetter warten, um mit der Solaranlage die Starterbatterie wieder soweit laden zu können, damit wir starten können - und in kritischen Gegenden verwenden wir den Überbrückungsschalter eben nicht. 

Und dann müssen wir bei schlechtem Wetter regelmäßig mit dem Auto fahren. Bei dieser Gelegenheit können wir ja dann Fotoplätze auskundschaften, die wir dann bei schönerem Wetter aufsuchen können. Und bei schönem Wetter würde ja uns unsere Solaranlage etwas helfen.

Somit müssen wir unseren Tagesablauf eben den Gegebenheiten anpassen. Morgens bei bestem Licht (falls vorhanden) zuerst etwas Erkundungsfahrten machen, dann über den Mittag arbeiten, und Abends wieder Erkundungsfahrten machen. Das ist zufällig auch der Tagesablauf, den wir sowieso einhalten, um das beste Licht für unsere Fotos zu haben. Nur ist es, wie gesagt, mit längeren Standzeiten über mehrere Tage bei schlechtem Wetter so nichts.

Eine Möglichkeit wäre es noch, sich einen Benzin-Generator zuzulegen, wegen der Lautstärkebeschränkungen in manchen Nationalparks in AUS und USA und auch aus eigenem Interesse an einem leisen Generator  einen schallgedämmten Honda-Generator. Allerdings ist dann noch zu überlegen, wohin mit ihm und dem Sprit, den er ja ohne Zweifel benötigt. Für ca. 5-6 h würde eine Tankfüllung von 2,5l reichen und man könnte parallel an den Laptops arbeiten und die Autobatterien aufladen, die dann vieleicht für noch einen Tag ohne Generator reichen würden. Aber so ein Generator kostet viel Geld! Dafür kann man viele Kilometer Erkunddungsfahrten machen (bei 1,5AUS-Dollar/l und 11l Verbrauch/100km (=16,5 AUD/100Km)wären das bei einem Preis von 1000 AUD für den Generator 6.000km! Und in USA ist der Sprit noch billiger, da kommt man mit den 1.000 AUD Generatorkosten noch weiter! Wir denken, daß wir so 10.000 km für den Preis des Generators fahren können, um die Batterien aufzuladen und dabei die Umgebung erkunden. Und der Generator benötigt ja auch noch Sprit. Also nur eine Lösung, wenn wir keine Zeit für Erkundungsfahrten hätten.

Das oben beschriebene ‘Problem’ haben wir aber inzwischen nur noch auf Plätzen, bei denen es keinen Strom gibt (Wildcampen oder staatliche Campingplätze). Für ‘richtige’ Campingplätze haben wir uns mit einem Kabel eingedeckt, mit dem man an den Camp-Steckdosen einstecken kann. Im Landy haben wir eine Mehrfachsteckdose, in die wir den Kühlschrank und das Laptop einstecken können. Meistens war auf den Campingplätzen in NZ preislich nur ein geringer bis kein Unterschied zwischen powered sites und unpowered sites. Ansonsten können wir dort auch in Küchen oder TV- oder Computerräumen am Rechner arbeiten.

 In den USA wird das mit deren 110V etwas schwieriger. Da würde unser Kühlschrank nicht mehr funktionieren, die Laptops schon. Und ob der 3-polige blaue Campingstecker, der hier in Neuseeland übrigens gleich aussieht wie der in Europa, in Australien und den USA auch passt, wird sich noch zeigen.

Update Australien: In AUS ist es ein ganz ‘normaler’ Stecker wie an jedem australischen Elektrogerät

Update USA: Natürlich hat USA wieder einen anderen Standard. Es ist ein 3- poliger Stecker, den es auch noch in 2 verschiedenen Größen gibt. Oft ist aber auch ein normaler Haushaltssteckeranschluss vorzufinden. Am einfachsten ist es, ein Verlängerungskabel für Außeneinsatz und einen oder beide Stecker als Adapter zu kaufen. Der Adapter passt aber nur auf USA-Haushaltsanschlüsse. Die Adapter gibt es im Walmart. Wir haben bisher nur den kleinen Adapter gekauft, hat bisher gereicht. Unsere Laptops und Ladegeräte laufen alle auch auf 110V, Unser Kühlschrank natürlich nicht. Somit haben wir uns ein Ladegerät (3 A slow loader) gekauft und im Batteriekasten fest angeschlossen. Das Verlängerungskabel haben wir bisher immer durchs Fenster ins Innere geleitet (Unter einem Windabweiser an den vorderen Fenster, auch bei Regen trocken und sicher) und über eine Mehrfachsteckdose die Geräte angeschlossen. Das hat sich bewährt, da wir immer ‘nur’ das Verlängerungskabel und die Mehrfachsteckdose neu kaufen mußten. Mit einer europäischen am Fahrzeug fest installierten Steckdose mit fest instaliertem Ladegerät wäre das spätestens in den USA etwas komplizierter geworden.

Fortsetzung folgt...

 

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